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Ordnung des
Instituts für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Kirche von Westfalen
(Institutsordnung Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste – igmO)

Vom 11. Oktober 2018

(KABl. 2018 S. 238)

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§ 1
Stellung

( 1 ) Das Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste (im Folgenden „igm“) mit Sitz in Dortmund ist eine unselbstständige Einrichtung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) im Sinne von Artikel 156 Kirchenordnung2# und der von der Kirchenleitung erlassenen Grundsätze für die Arbeit der landeskirchlichen Ämter, Dienste und Ausschüsse.
( 2 ) Das igm stellt sich nach außen als „Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Kirche von Westfalen“ dar.
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§ 2
Auftrag

( 1 ) Das igm berät und unterstützt die Kirchengemeinden und Kirchenkreise in Fragen der Gemeindeentwicklung und des Gemeindeaufbaus und fördert die Wahrnehmung des missionarischen Auftrags im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen.
( 2 ) Das igm nimmt diesen Auftrag in vier Handlungsfeldern wahr:
  1. Begegnen und Einladen – Glauben ins Gespräch bringen,
  2. Beraten und Gestalten – Gemeinde entwickeln,
  3. Hören und Entdecken – mit und in der Bibel arbeiten,
  4. Vertiefen und Erleben – Glauben stärken und vergewissern.
( 3 ) Wesentliche Arbeitsfelder des igm sind:
  • bibelpädagogische Arbeit insbesondere in der „Werkstatt Bibel“,
  • perspektivische Gemeindeentwicklung und missionarischer Gemeindeaufbau,
  • Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung,
  • neue Gemeindeformen (Fresh X),
  • Stadtkirchenarbeit inklusive der landeskirchlichen Initiative „Offene Kirche“ und der Wiedereintrittsstellen,
  • „Kirche und Tourismus“, Radwegekirchen,
  • musik- und bibelmissionarische Aktivitäten,
  • Besuchsdienstkreise und Hauskreise,
  • Kurse zum Glauben,
  • Sekten- und Weltanschauungsfragen unter Berücksichtigung der apologetischen und ökumenischen Dimension,
  • zentrale landeskirchliche Veranstaltungen (z. B. Tag der Presbyterinnen und Presbyter),
  • Fortbildungen für Ehrenamtliche und Hauptamtliche, z. B. Presbyterium, Gemeindeberatung, Küsterdienst.
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§ 3
Zusammenarbeit

( 1 ) 1 Das igm pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen e. V. 2 Besonders die bibelmissionarische und -pädagogische Arbeit wird als gemeinsame Aufgabe wahrgenommen. 3 Näheres regelt eine Kooperationsvereinbarung.
( 2 ) Das igm kooperiert mit den anderen Instituten, Ämtern und Einrichtungen der EKvW, den gemeinsamen Diensten der Kirchenkreise und Gestaltungsräume und den freien Werken gemäß Artikel 165 Kirchenordnung3#.
( 3 ) Das igm arbeitet mit vergleichbaren Einrichtungen innerhalb der EKD zusammen.
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§ 4
Gemeinnützigkeit

1 Das igm ist eine gemeinnützige Einrichtung und dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen und kirchlichen Zwecken im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. 2 Es ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. 3 Mittel des Instituts für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste dürfen nur für die in dieser Ordnung festgelegten Zwecke verwendet werden.
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§ 5
Konzeption

Das igm formuliert im Rahmen seines Auftrags nach § 2 Absatz 2 Grundsätze und Ziele seiner Arbeit, die in einer Konzeption, die in Absprache mit dem Landeskirchenamt erarbeitet ist, aufgenommen werden.
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§ 6
Institutsleitung

( 1 ) 1 Das igm wird von der Leiterin oder dem Leiter geleitet (Institutsleitung). 2 Die Vertretung erfolgt durch eine ständige Stellvertretung.
( 2 ) 1 Die Institutsleitung ist verantwortlich für die Durchführung der Aufgaben des Institutes für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste im Rahmen dieser Ordnung und übt unbeschadet der Zuständigkeit des Landeskirchenamtes die Dienst- und Fachaufsicht über die Mitarbeitenden aus. 2 Sie ist zuständig für die Konzeptionsentwicklung, den Haushalt sowie für die Geschäftsführung, Personalführung und Organisationsentwicklung des Institutes.
( 3 ) Die Institutsleitung verantwortet die Arbeit gegenüber Kirchenleitung und Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen.
( 4 ) Die Institutsleitung vertritt unbeschadet der Zuständigkeiten von Kirchenleitung und Landeskirchenamt das igm nach außen.
( 5 ) Die Institutsleitung ruft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zu Dienstbesprechungen zusammen.
( 6 ) Weitere Einzelheiten können in einer Geschäftsordnung geregelt werden, die das Landeskirchenamt beschließt.
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§ 7
Qualitätssicherung

Das igm entwickelt in Absprache mit dem Landeskirchenamt Standards zur Qualitätsbestimmung und -sicherung seiner Angebote.
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§ 8
Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft.

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1 ↑ Redaktioneller Hinweis: Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil dieser Ordnung.
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2 ↑ Nr. 1.
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3 ↑ Nr. 1.