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Gemeindesatzung der Ev. Kirchengemeinde Massen

Vom 14. April 2008

(KABl. 2008 S. 164)

Änderungen
Lfd. Nr.
Änderndes Recht
Datum
Fundstelle
Geänderte
Paragrafen
Art der
Änderung
1
Änderung der Satzung für die Ev. Kirchengemeinde Massen
2. Juli 2014
§ 10 Abs. 2 Satz 2
angefügt
Die Ev. Kirchengemeinde in Unna-Massen gibt sich zur Ordnung und Regelung ihrer Aufgaben und Dienste gemäß Art. 77 der Kirchenordnung der Ev. Kirche von Westfalen 2#folgende Gemeindesatzung.
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§ 1
Presbyterium

( 1 ) 1 Die Leitung der Kirchengemeinde liegt beim Presbyterium. 2 Gemäß den Bestimmungen der Kirchenordnung trägt es die Gesamtverantwortung für den Dienst der Kirchengemeinde. 3 Es ist zuständig für Grundsatzentscheidungen über Planung, Zielsetzung und Durchführung der Gemeindearbeit. 4 Das Presbyterium tritt in regelmäßigen Abständen zusammen und strebt danach, seine Beschlüsse einmütig zu fassen. 5 Es vertritt die Kirchengemeinde in der Öffentlichkeit.
( 2 ) Die Kirchengemeinde gliedert die Arbeit in zwei Gemeindebezirke:
Bezirk I: Niedermassen
Bezirk II: Obermassen mit Massener Heide und Massen-Nord
( 3 ) 1 Das Presbyterium regelt den Vorsitz gemäß Artikel 63 KO2. 2 Falls keine Presbyterin oder kein Presbyter zur Vorsitzenden oder zum Vorsitzenden gewählt wird, wechselt der Vorsitz im regelmäßigen Turnus zwischen den Inhabern der 1. und 2. Pfarrstelle.
( 4 ) Das Presbyterium überträgt einem oder mehreren gewählten Mitgliedern das Amt der Kirchmeisterin oder des Kirchmeisters.
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§ 2
Ausschüsse

( 1 ) 1 Für folgende Bereiche werden Fachausschüsse nach Artikel 74 Absatz 3 KO3# gebildet:
  1. Fachausschuss für Kindertageseinrichtungen und Familienarbeit;
  2. Fachausschuss für Jugendarbeit;
  3. Fachausschuss für Diakonie;
  4. Fachausschuss für Bau- und Grundstücksangelegenheiten.
2 Nach Artikel 74 Absatz 4 KO 4#wird ein Geschäftsführender Ausschuss berufen.
( 2 ) Die Mitglieder der Ausschüsse werden jeweils nach turnusmäßigen Presbyteriumswahlen in der ersten Sitzung des Presbyteriums berufen.
( 3 ) Beratende Ausschüsse für die Bereiche, für die kein Fachausschuss zuständig ist, können durch das Presbyterium gebildet werden.
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§ 3
Fachausschuss für Kindertageseinrichtungen und Familienarbeit

( 1 ) 1 Der Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
  • drei Mitglieder, die aus dem Presbyterium entsandt werden,
  • die Leiterinnen oder Leiter der Kindertageseinrichtungen.
2 Der Ausschuss wählt die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die Stellvertretung aus seiner Mitte. 3 Er kann beratende Mitglieder berufen.
( 2 ) Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:
  1. Tageseinrichtungen für Kinder
    • Mitarbeit bei der Erstellung und der Fortentwicklung der pädagogischen Konzeption in Zusammenarbeit mit den Gremien des Kindergartenwerkes,
    • Begleitung der Arbeit der Kindertageseinrichtungen,
    • Erarbeitung von Vorschlägen für den Ausschuss für das Kindergartenwerk für Entscheidungen, in denen eine Mitwirkung der Kirchengemeinde erfolgt,
    • Entscheidung über die Entsendung der oder des Vertretungsberechtigten der Kirchengemeinde in den Ausschuss für das Kindergartenwerk.
  2. Familienarbeit
    • Erarbeitung und Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption der Arbeit in der Kirchengemeinde,
    • Planung, Durchführung und Koordination von Aktivitäten,
    • Verwaltung und Entscheidung über die im Haushaltsplan bereitgestellten Mittel für die Familienarbeit,
    • Beratung des Presbyteriums und des geschäftsführenden Ausschusses bei Personalentscheidungen.
( 3 ) 1 Der Ausschuss berichtet dem Presbyterium über seine Beratungsergebnisse. 2 Hierzu sind die Protokolle dem Presbyterium zuzuleiten.
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§ 4
Fachausschuss für Jugendarbeit

( 1 ) 1 Dem Ausschuss gehören an:
  • vier Mitglieder, wovon mindestens drei aus dem Presbyterium entsandt werden und ein Mitglied als sachkundiges Gemeindeglied berufen werden kann. Die berufenen Mitglieder müssen mindestens 18 Jahre alt sein,
  • Die Jugendreferentin oder der Jugendreferent.
2 Der Ausschuss wählt die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die Stellvertretung aus seiner Mitte. 3 Er kann beratende Mitglieder berufen. 4 In der Regel sollten mindestens zwei minderjährige Jugendliche dem Ausschuss als beratende Mitglieder zur Verfügung stehen.
( 2 ) Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:
  • Erarbeitung und Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption der Jugendarbeit in der Kirchengemeinde,
  • Planung, Durchführung und Koordination von Aktivitäten in der Jugendarbeit innerhalb der Kirchengemeinde,
  • Mitarbeit im regionalen Jugendausschuss,
  • Verwaltung und Entscheidung über die im Haushaltsplan bereitgestellten Mittel für die Jugendarbeit,
  • Beratung des Presbyteriums und des geschäftsführenden Ausschusses bei Personalentscheidungen.
( 3 ) 1 Der Ausschuss berichtet dem Presbyterium über seine Beratungsergebnisse. 2 Hierzu sind die Protokolle dem Presbyterium zuzuleiten.
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§ 5
Fachausschuss für Diakonie und Seelsorge

( 1 ) 1 Dem Ausschuss gehören an:
vier Mitglieder, wovon mindestens drei aus dem Presbyterium entsandt werden und ein Mitglied als sachkundiges Gemeindeglied berufen werden kann.
2 Der Ausschuss wählt seinen Vorsitzenden oder seine Vorsitzende und die Stellvertretung aus seiner Mitte.
( 2 ) Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:
  • Erarbeitung und Weiterentwicklung der diakonischen Arbeit in der Kirchengemeinde,
  • Planung, Durchführung und Koordination von diakonischen Aktivitäten innerhalb der Kirchengemeinde,
  • Verwaltung und Entscheidung über die im Haushaltsplan bereit gestellten Mittel sowie die Mittel des Diakoniefonds für die Arbeit im Rahmen von Grundsatzbeschlüssen des Presbyteriums,
  • Beratung des Presbyteriums in Grundsatz- und Finanzfragen des Bereiches.
( 3 ) 1 Der Ausschuss berichtet dem Presbyterium über seine Beratungsergebnisse. 2 Hierzu sind die Protokolle dem Presbyterium zuzuleiten.
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§ 6
Fachausschuss für Bau- und Grundstücksangelegenheiten

( 1 ) 1 Dem Ausschuss gehören an:
  • drei Mitglieder des Presbyteriums,
  • zwei sachkundige Gemeindeglieder, die vom Presbyterium berufen werden.
2 Der Ausschuss kann zusätzliche beratende Mitglieder berufen.
3 Der Ausschuss wählt die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die Stellvertretung aus seiner Mitte.
( 2 ) Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:
  • Beratung und Entscheidung über die Vergabe von Aufträgen für notwendige Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der dafür zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel,
  • Durchführung der jährlichen Gebäudebegehung.
( 3 ) 1 Der Ausschuss berichtet dem Presbyterium über seine Beratungsergebnisse. 2 Hierzu sind die Protokolle dem Presbyterium zuzuleiten.
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§ 7
Geschäftsführender Ausschuss

( 1 ) 1 Dem Ausschuss gehören an:
  • die oder der Vorsitzende des Presbyteriums,
  • die Finanzkirchmeisterin oder der Finanzkirchmeister,
  • zwei weitere Mitglieder.
2 Zu den Beratungen der einzelnen Sachgebiete (Personal/Finanzen) können sachkundige Gemeindeglieder als beratende Mitglieder vom Presbyterium berufen werden.
( 2 ) Der Vorsitz liegt bei der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden des Presbyteriums.
( 3 ) Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:
  • Vorbereitung aller wichtigen Entscheidungen des Presbyteriums in Finanz-, Personalangelegenheiten,
  • Vorberatung der Haushaltspläne der Kirchengemeinde unter Berücksichtigung der Bedarfsmeldungen der Fachausschüsse und Vorlage der Jahresrechnung,
  • Überwachung und Durchführung der Haushaltspläne,
  • Entscheidung in Personalangelegenheiten im Rahmen des beschlossenen Stellen-planes. Über Einstellung und Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab Vergütungsgruppe IV b aufwärts entscheidet das Presbyterium nach Anhörung des betreffenden Fachausschusses unter Beachtung des Mitarbeitervertretungsgesetzes,
  • Beschluss über organisatorische Angelegenheiten, die nicht durch Gesetz, Satzung oder Ordnungen dem Presbyterium vorbehalten sind.
( 4 ) 1 Der Ausschuss berichtet dem Presbyterium über seine Beratungsergebnisse. 2 Hierzu sind die Protokolle dem Presbyterium zuzuleiten.
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§ 8
Verwaltung

Das Presbyterium und die Ausschüsse bedienen sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Gemeindebüros und des Kreiskirchenamtes.
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§ 9
Geschäftsführung

Die Geschäftsführung des Presbyteriums und der Ausschüsse kann durch eine vom Presbyterium erlassene Geschäftsordnung geregelt werden.
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§ 105#
Schlussbestimmungen

( 1 ) Diese Gemeindesatzung sowie Änderungen dieser Satzung bedürfen der kirchenaufsichtlichen Genehmigung.
( 2 ) 1 Diese Satzung tritt mit Genehmigung durch das Landeskirchenamt und Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft. 2 Die Satzung vom 12. Juli 2005 (KABl. 2005 S. 241) tritt gleichzeitig außer Kraft.

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1 ↑ Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil dieser Satzung.
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2 ↑ Nr. 1
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3 ↑ Nr. 1
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4 ↑ Nr. 1
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5 ↑ § 10 Abs. 2 Satz 2 angefügt durch Änderung der Satzung für die Ev. Kirchengemeinde Massen vom 2. Juli 2014.