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Satzung der Anstaltskirchengemeinde Bethel bei Bielefeld (Zionsgemeinde) für ihre Gemeindevertretung

23. November 1977

(KABl. 1978 S. 42)

Inhaltsübersicht1#

1 Die mit Urkunde vom 4./22. Februar 1892 gegründete Anstaltsgemeinde Bethel wurde nach der Urkunde der Evangelischen Kirche von Westfalen über die Errichtung der Anstaltskirchengemeinde Bethel bei Bielefeld (Zionsgemeinde) und über die Errichtung zweier Pfarrstellen vom 25. November 1954 (KABl. 1955 S. 16 ff.) innerhalb der dort angegebenen räumlichen Grenzen als Anstaltskirchengemeinde errichtet.
2 Gem. §§ 12 Abs. 1, 6 und 7 des Kirchengesetzes über die Anstaltskirchengemeinden in der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 18. Oktober 1973 (KABl. S. 177 f.) haben die Vorstände der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Sarepta und Nazareth (Vereinigte Vorstände) am 6. September 1977 folgendes beschlossen:
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§ 1

( 1 ) 1 Zur Erfüllung des gottesdienstlichen und diakonischen Auftrages der Anstaltskirchengemeinde wird eine Gemeindevertretung gebildet. 2 Sie hat den Auftrag, alle Aufgaben wahrzunehmen, die gemäß der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen dem Presbyterium einer Gemeinde zustehen. 3 Ausgenommen sind die Aufgaben, die nach dem Kirchengesetz über die Anstaltskirchengemeinden zur Zuständigkeit des Anstaltsvorstandes gehören. 4 Insbesondere werden der Gemeindevertretung die Aufgaben der KO nach Artikel 552# u. 56, ausgenommen Abs. (1), Buchst, a), p), q) und r) übertragen.
( 2 ) Die Gemeindevertretung wirkt bei der Berufung der Gemeindepfarrer im Rahmen des Kirchengesetzes über die Anstaltskirchengemeinden in der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 18. Oktober 1973 (KABl. S. 177) und von ordinierten Geistlichen durch die Vereinigten Vorstände der v. Bodelschwinghschen Anstalten mit.
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§ 2

( 1 ) Der Gemeindevertretung gehören an:
  1. der Anstaltsleiter der v. Bodelschwinghschen Anstalten,
  2. 3 weitere von den Vereinigten Vorständen der v. Bodelschwinghschen Anstalten aus ihrer Mitte benannte Mitglieder, von denen je eines den Anstalten Bethel, Sarepta und Nazareth angehört,
  3. die zur Wahrnehmung des Gemeindedienstes berufenen Gemeindepfarrer,
  4. 12 weitere Gemeindeglieder.
( 2 ) Für die Wahl und die Amtsdauer der Mitglieder gem. Abs. 1 Buchst, d) gelten die Bestimmungen der Presbyterwahlordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen entsprechend.
( 3 ) 1 Der Anstaltsleiter der v. Bodelschwinghschen Anstalten führt den Vorsitz in der Gemeindevertretung. 2 Die Gemeindevertretung wählt mit einfacher Mehrheit aus ihrer Mitte einen stellvertretenden Vorsitzenden; seine Amtsdauer entspricht der Amtsdauer der Mitglieder gem. Abs. 1 Buchst, d).
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§ 3

( 1 ) 1 Die Gemeindevertretung soll vom Vorsitzenden in der Regel einmal im Monat einberufen werden. 2 Sie muss mindestens einmal vierteljährlich sowie dann einberufen werden, wenn ein Drittel ihrer Mitglieder dies verlangt. 3 Die Einladung geschieht in der Regel schriftlich; dabei sind die Hauptgegenstände der Verhandlung anzugeben. 4 Zwischen Einladung und Sitzung soll mindestens eine Frist von 7 Kalendertagen liegen. 5 In dringenden Fällen kann der Vorsitzende ohne Einhaltung der Frist einladen.
( 2 ) Die Gemeindevertretung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte des ordnungsmäßigen Bestandes ihrer Mitglieder, darunter ein Vorstandsmitglied der v. Bodelschwinghschen Anstalten, anwesend ist.
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§ 43#

1 Soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist, gelten die Bestimmungen des Kirchengesetzes über die Anstaltskirchengemeinden in der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 18. Oktober 1973 (KABl. S. 177) und in entsprechender Anwendung der Kirchenordnung die für Presbyterien geltenden Vorschriften.
2 Diese Satzung tritt nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Evangelischen Kirche von Westfalen in Kraft.

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1 ↑ Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil dieser Satzung.
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2 ↑ Nr. 1.
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3 ↑ Redaktioneller Hinweis: Die Veröffentlichung im KABl. erfolgte am 18. April 1978.