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Satzung des Ev. Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid der Ev. Kirche von Westfalen

Vom 30. Juni 2014

(KABl. 2014 S. 108)

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Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid hat auf Grund von Artikel 104 Kirchenordnung2# (KO) der Evangelischen Kirche von Westfalen folgende Satzung beschlossen:
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§ 1
Kooperationsräume

( 1 ) Zum Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid der Evangelischen Kirche von Westfalen sind folgende Kirchengemeinden und ihre möglichen Rechtsnachfolgerinnen zusammengeschlossen, die den folgenden Kooperationsräumen zugeordnet sind:
  1. Kooperationsraum Gelsenkirchen-Nord
    Evangelische Lukas-Kirchengemeinde Buer-Hassel
    Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Buer
  2. Kooperationsraum Gelsenkirchen-Nordost
    Evangelische Christus-Kirchengemeinde Buer
  3. Kooperationsraum Gelsenkirchen-Nordwest
    Evangelische Kirchengemeinde Buer-Beckhausen
    Evangelische Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Heßler
    Evangelische Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Horst
  4. Kooperationsraum Gelsenkirchen-Südost
    Evangelische Kirchengemeinde Bulmke
    Evangelische Apostel-Kirchengemeinde Gelsenkirchen
  5. Kooperationsraum Gelsenkirchen-Südwest
    Evangelische Kirchengemeinde Gelsenkirchen
    Evangelische Kirchengemeinde Rotthausen
    Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schalke
  6. Kooperationsraum Gelsenkirchen-Wattenscheid
    Evangelische Kirchengemeinde Wattenscheid
    Evangelische Kirchengemeinde Wattenscheid-Günnigfeld
    Evangelische Kirchengemeinde Wattenscheid-Höntrop
    Evangelische Kirchengemeinde Wattenscheid-Leithe
( 2 ) 1 In jedem Kooperationsraum, der aus mehr als einer Kirchengemeinde besteht, wird ein Kooperationsraumgremium gebildet, das mit Mitgliedern der Presbyterien der Kirchengemeinden im jeweiligen Kooperationsraum besetzt ist. 2 Das Kooperationsraumgremium fördert die Zusammenarbeit und die strukturellen Entwicklungen im Kooperationsraum. 3 Näheres regeln Rahmenbeschlüsse der Kreissynode.
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§ 2
Siegel

Der Kirchenkreis führt als Körperschaft des öffentlichen Rechts ein Siegel, dessen Siegelbild ein Kreuz zeigt, das umschlossen ist mit den Worten: „Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid“.
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§ 3
Mitglieder des Kreissynodalvorstandes

Der Kreissynodalvorstand besteht aus:
  1. der Superintendentin oder dem Superintendenten,
  2. der Synodalassessorin oder dem Synodalassessor,
  3. der oder dem Scriba und
  4. sieben weiteren Mitgliedern.
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§ 4
Ausschüsse des Kirchenkreises

( 1 ) 1 Die Kreissynode beruft Synodalausschüsse und Fachausschüsse, der Kreissynodalvorstand beruft Projektausschüsse. 2 Diese Ausschüsse sind beratende Ausschüsse nach Artikel 102 Absatz 2 KO3#. 3 Sie arbeiten entsprechend ihren Aufträgen und innerhalb der Rahmenbeschlüsse der Kreissynode und des Kreissynodalvorstandes.
( 2 ) 1 Die Kreissynode beruft die folgenden Synodalausschüsse als regelmäßig tagende Pflichtausschüsse:
  1. Synodaler Finanzausschuss (vgl. Finanzsatzung für den Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid),
  2. Synodaler Nominierungsausschuss,
  3. Synodaler Strukturausschuss,
  4. Synodaler theologischer Ausschuss.
2 Die Kreissynode kann für die Handlungsfelder im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid ebenfalls regelmäßig tagende synodale Ausschüsse berufen.
( 3 ) Projektausschüsse werden für die Erarbeitung eines bestimmten Themas für einen festgelegten Zeitraum berufen.
( 4 ) 1 Bildung und Besetzung der beratenden Ausschüsse erfolgt für die Dauer einer Synodalperiode. 2 Bei der Besetzung der Ausschüsse ist die Beteiligung möglichst vieler Mitglieder anzustreben, welche nicht im neben- bzw. hauptberuflichen kirchlichen Dienst stehen.
( 5 ) Die Kreissynode und der Kreissynodalvorstand können weitere beratende Ausschüsse bilden.
( 6 ) 1 Die Wahrnehmung der Aufgaben der Kindergartengemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid erfolgt durch die Kreissynode, den Kreissynodalvorstand und den Kindergartenfachausschuss. 2 Die Zusammensetzung und die Aufgaben des Kindergartenfachausschusses sind in der Satzung für die Kindergartengemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid geregelt.
( 7 ) 1 Die Wahrnehmung der Aufgaben der Jugendarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid erfolgt durch die Kreissynode, den Kreissynodalvorstand und den Fachausschuss für Kinder- und Jugendarbeit. 2 Die Zusammensetzung und die Aufgaben des Fachausschusses für Kinder- und Jugendarbeit sind in der Satzung für die Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid geregelt.
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§ 5
Zusammenarbeit im Kirchenkreis

( 1 ) 1 Die Kreissynode errichtet kreiskirchliche Referate und Dienste. 2 Sie ergänzen die Arbeit der Kirchengemeinden. 3 Die Kirchengemeinden und die kreiskirchlichen Referate und Dienste arbeiten vertrauensvoll zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
( 2 ) 1 Der Kreissynodalvorstand fördert und koordiniert die Zusammenarbeit der kreiskirchlichen Referate und Dienste miteinander und die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und kreiskirchlichen Referaten und Diensten. 2 Dazu kann der Kreissynodalvorstand Rahmenbeschlüsse fassen.
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§ 6
Kreiskirchenamt

( 1 ) 1 Für den Kirchenkreis ist ein Kreiskirchenamt errichtet. 2 Das Kreiskirchenamt nimmt die Verwaltungsgeschäfte des Kirchenkreises und der Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid wahr.
( 2 ) Die Kreissynode und der Kreissynodalvorstand können dem Kreiskirchenamt weitere Aufgaben übertragen.
( 3 ) Das Kreiskirchenamt führt seine Geschäfte unter dem Namen: „Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid – Kreiskirchenamt“.
( 4 ) 1 Die Presbyterien der Kirchengemeinden können in Angelegenheiten ihrer Kirchengemeinden jederzeit Auskünfte verlangen und Einblick in die Unterlagen nehmen. 2 Sie sind ihrerseits verpflichtet, rechtzeitig erforderliche Unterlagen, Beschlüsse und Auskünfte zur Verfügung zu stellen.
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§ 7
Leitung des Kreiskirchenamtes

( 1 ) 1 Das Kreiskirchenamt wird von einer Verwaltungsleiterin oder einem Verwaltungsleiter (Verwaltungsleitung) geleitet. 2 Ihr obliegt die Geschäftsverteilung in der Dienststelle. 3 Für die Verwaltungsleitung wird eine Stellvertretung durch den Kreissynodalvorstand benannt.
( 2 ) Die Verwaltungsleitung führt die Verwaltungsgeschäfte selbstständig.
( 3 ) Der Verwaltungsleitung sind alle Aufgaben aus dem Verwaltungsbereich übertragen, die nicht durch Gesetz, Satzungen, Ordnungen oder andere Rechtsvorschriften anderen Organen, Stellen oder Personen vorbehalten sind.
( 4 ) Die Verwaltungsleitung ist bei der Führung der Verwaltungsgeschäfte an Beschlüsse und Weisungen der jeweiligen Leitungsorgane gebunden.
( 5 ) Die Verwaltungsleitung ist berechtigt und verpflichtet, Leitungsorgane auf Beschlüsse, die gegen geltendes Recht verstoßen, aufmerksam zu machen (Artikel 161 KO4# und § 6 Absatz 3 VwO5#).
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§ 86#
Genehmigungsvorbehalt, Inkrafttreten

( 1 ) Diese Satzung bedarf der Genehmigung des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von Westfalen.
( 2 ) 1 Sie tritt nach der Erteilung der kirchenaufsichtlichen Genehmigung und der Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt am 1. August 2014 in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Satzung des Kirchenkreises Gelsenkirchen vom 5. März 1976 außer Kraft.

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1 ↑ Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil dieser Satzung.
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2 ↑ Nr. 1.
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3 ↑ Nr. 1.
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4 ↑ Nr. 1.
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5 ↑ Nr. 800.
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6 ↑ Redaktioneller Hinweis: Die Veröffentlichung im KABl. erfolgte am 31. Juli 2014.