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Satzung
des Evangelischen Kirchenkreises Münster
der Evangelischen Kirche von Westfalen

Vom 24. November 2009

(KABl. 2009 S. 325)

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Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Münster hat auf Grund von Artikel 104 Absatz 1 Kirchenordnung (KO)2# der Evangelischen Kirche von Westfalen folgende Satzung beschlossen:
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§ 1
Gebiet, Kirchengemeinden

1 Zum Evangelischen Kirchenkreis Münster der Evangelischen Kirche von Westfalen sind die
Evangelische Kirchengemeinde Ascheberg,
Evangelische Kirchengemeinde Drensteinfurt,
Evangelische Kirchengemeinde Greven,
Evangelische Kirchengemeinde Handorf,
Evangelische Kirchengemeinde Havixbeck,
Evangelische Kirchengemeinde Hiltrup,
Evangelische Kirchengemeinde Lüdinghausen,
Evangelische Andreas-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Apostel-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Friedens-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Johannes-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Lukas-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Matthäus-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Thomas-Kirchengemeinde Münster,
Evangelische Christus-Kirchengemeinde Olfen,
Evangelische Kirchengemeinde Roxel,
Evangelische Kirchengemeinde Sassenberg,
Evangelische Kirchengemeinde Senden,
Evangelische Kirchengemeinde Telgte,
Evangelische Kirchengemeinde Warendorf,
Evangelische Kirchengemeinde Wolbeck
und ihre möglichen Rechtsnachfolger zusammengeschlossen.
2 Weitere Kirchengemeinden, die sich dem Evangelischen Kirchenkreis Münster anschließen wollen, sind aufgenommen, wenn die Voraussetzungen nach Artikel 84 Absatz 2 KO3# erfüllt sind.
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§ 2
Rechtsform, Siegel

( 1 ) Der Kirchenkreis führt als Körperschaft des öffentlichen Rechts ein Siegel.
( 2 ) Das Siegel zeigt ein iroschottisches Hochkreuz mit Kreis; es ist umschlossen mit den Worten „Ev. Kirchenkreis Münster“.
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§ 3
Geschäftsordnung der Kreissynode

Die Kreissynode gibt sich eine Geschäftsordnung.
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§ 4
Mitglieder des Kreissynodalvorstandes

( 1 ) Der Kreissynodalvorstand besteht aus
  • der Superintendentin oder dem Superintendenten,
  • der Assessorin oder dem Assessor,
  • der oder dem Scriba und
  • fünf nicht theologischen Mitgliedern.
( 2 ) Für alle Mitglieder, mit Ausnahme der Superintendentin oder des Superintendenten, wird je ein stellvertretendes Mitglied bestellt.
( 3 ) Bei der Wahl ist eine gleichmäßige Berücksichtigung von Frauen und Männern anzustreben.
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§ 5
Ausschüsse des Kirchenkreises

( 1 ) 1 Zur Wahrnehmung der Aufgaben des Trägerverbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Evangelischen Kirchenkreis Münster und des Evangelischen Jugend- und Bildungswerks im Evangelischen Kirchenkreis Münster bildet die Kreissynode jeweils einen Leitungsausschuss. 2 Die Aufgaben werden in der jeweiligen Satzung geregelt.
( 2 ) 1 Die Kreissynode bildet folgende beratende Ausschüsse:
  • Finanzausschuss
  • Nominierungsausschuss.
2 Die Aufgaben des Finanzausschusses werden in der Finanzsatzung für den Evangelischen Kirchenkreis Münster geregelt.
3 Der Nominierungsausschuss bereitet die Wahlvorschläge für die Leitungsorgane der Kreissynode, die Abgeordneten für die Landessynode und ihre jeweiligen Stellvertretungen, für die Mitglieder der Ausschüsse und für die Synodalbeauftragungen vor. 4 Soweit Ausschussvorsitzende und Stellvertretungen von der Kreissynode bestimmt werden, werden auch diese Wahlvorschläge vorbereitet. 5 Weitere Aufgaben können ihm übertragen werden.
( 3 ) Die Kreissynode und der Kreissynodalvorstand können weitere beratende Ausschüsse bilden.
( 4 ) Die Kreissynode und der Kreissynodalvorstand können für die Arbeit der Ausschüsse Leitlinien beschließen.
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§ 6
Beauftragte des Kirchenkreises

( 1 ) Die Kreissynode und der Kreissynodalvorstand bestellen zur Wahrnehmung bestimmter Aufgaben Synodalbeauftragte für die Dauer einer Synodalperiode.
( 2 ) Die Synodalbeauftragten berichten der Kreissynode und dem Kreissynodalvorstand regelmäßig aus ihrer Arbeit.
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§ 7
Zusammenarbeit im Kirchenkreis

( 1 ) Die Kirchengemeinden und die kreiskirchlichen Einrichtungen und Dienste arbeiten vertrauensvoll zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
( 2 ) 1 Der Kreissynodalvorstand fördert und koordiniert die Zusammenarbeit der kreiskirchlichen Dienste miteinander und die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden, kreiskirchlichen Einrichtungen und kreiskirchlichen Diensten. 2 Dazu kann der Kreissynodalvorstand Leitlinien beschließen.
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§ 8
Kreiskirchenamt

( 1 ) Im Kirchenkreis ist ein Kreiskirchenamt mit dem Sitz in Münster errichtet.
( 2 ) 1 Das Kreiskirchenamt führt die Verwaltungsgeschäfte
  1. der Kirchengemeinden des Kirchenkreises, sofern die Kirchengemeinden diese Aufgaben nicht eigenverantwortlich wahrnehmen,
  2. des Kirchenkreises (einschließlich aller kreiskirchlichen Einrichtungen, Pfarrstellen, Ausschüsse, Beauftragten),
  3. anderer kirchlicher Aufgaben und Einrichtungen, soweit sie dem Kreiskirchenamt übertragen werden.
2 Weitere Aufgaben können dem Kreiskirchenamt durch Beschluss der Kreissynode oder des Kreissynodalvorstandes übertragen werden.
3 Das Kreiskirchenamt erfüllt seine Aufgaben im Auftrag der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises.
( 3 ) Die Arbeit im Kreiskirchenamt kann durch eine Geschäftsordnung geregelt werden.
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§ 9
Leitung des Kreiskirchenamtes

( 1 ) Das Kreiskirchenamt wird von einer Verwaltungsleiterin oder einem Verwaltungsleiter geleitet.
( 2 ) Die Verwaltungsleitung ist bei der Führung der Verwaltungsgeschäfte an Beschlüsse und Weisungen der jeweiligen Leitungsorgane gebunden.
( 3 ) Die Verwaltungsleitung führt die Geschäfte der laufenden Verwaltung selbstständig und vertritt in diesem Rahmen den Kirchenkreis, seine Kirchengemeinden und deren Einrichtungen rechtsverbindlich.
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§ 10
Bekanntmachung von Satzungen

Die Satzungen des Kirchenkreises werden im Kirchlichen Amtsblatt der Evangelischen Kirche von Westfalen veröffentlicht.
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§ 114#
Genehmigungsvorbehalt, Inkrafttreten

( 1 ) Diese Satzung bedarf der Genehmigung des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von Westfalen.
( 2 ) Die Satzung tritt am 1. Januar 2010 in Kraft. Die Kreissatzung vom 30. November 2004 (KABl. 2004 S. 332) mit den Änderungen vom 18./19. Juni 2007 (KABl. 2007 S. 294) und 9./10. Juni 2008 (KABl. 2008 S. 309) tritt gleichzeitig außer Kraft.

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1 ↑ Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil dieser Satzung.
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2 ↑ Nr. 1.
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3 ↑ Nr. 1.
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4 ↑ Redaktioneller Hinweis: Die Veröffentlichung im KABl. erfolgte am 30. Dezember 2009.